Nachrichten 22.02.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 22.02.2026, 17:00
Der rumänische Premierminister, Ilie Bolojan, wird nächste Woche einen offiziellen Besuch in Brüssel abstatten, wo er sich mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, zusammenkommen wird. Dies wurde von offiziellen Regierungsquellen bestätigt. Die Information wurde auch durch die Arbeitsagenda der Präsidentin der Kommission bestätigt. Der Besuch findet im Kontext statt, in dem die Behörden in Bukarest derzeit Gespräche innerhalb der Regierungskoalition über die Ausarbeitung des Staatshaushaltsgesetzes für das laufende Jahr führen, einschließlich der europäischen Mittel, die die Investitionskomponente des Haushalts unterstützen sollen. Zudem wird Rumänien in den nächsten zwei bis drei Wochen eine offizielle Antwort der Europäischen Kommission zur Situation der Mittel im Rahmen des PNRR-Meilensteins bezüglich der Renten der Richter erhalten – es geht um eine Summe von 231 Millionen Euro. Die Regierung erwartet außerdem die Genehmigung der Europäischen Kommission für den vierten Zahlungsantrag in Höhe von 2,6 Milliarden Euro.
73,1 Prozent der Rumänen sind der Ansicht, dass sich das Land in eine falsche Richtung richtet. Das geht aus der jüngsten Umfrage hervor, die zwischen dem 28. Januar und dem 6. Februar vom Meinungsforschungsinstitut INSCOP Research durchgeführt wurde. Nur 22,2 Prozent der Befragten glauben, dass sich Rumänien in eine gute Richtung bewegt, während 4,7 Prozent keine Angabe machten. Als größte Sorge nennen 32,2 Prozent der Rumänen die Korruption. 23,6 Prozent beklagen die steigenden Preise, 13,4 Prozent sorgen sich um die eigene Gesundheit und die ihrer Familie, und 11,7 Prozent sehen im Zustand des Bildungssystems das wichtigste Problem. Laut der soziologischen Untersuchung sind 54,9 Prozent der Befragten der Meinung, dass Russland für den Ausbruch des Krieges im Nachbarland verantwortlich ist. 14,1 Prozent machen die Ukraine verantwortlich, 7,7 Prozent die Vereinigten Staaten und 9 Prozent die Europäische Union. Auf die Frage, in welchem Ausmaß verschiedene Staaten oder Organisationen Rumänien im Falle eines russischen Angriffs verteidigen würden, nannten 66,6 Prozent die NATO in sehr hohem oder ziemlich hohem Maße. 47,7 Prozent vertrauen auf Frankreich, 46,6 Prozent auf die USA, 44,6 Prozent auf Deutschland und 38,1 Prozent auf Großbritannien. 67,1 Prozent der Befragten sprechen sich für die Einführung des verpflichtenden Militärdienstes in Rumänien aus. 30,5 Prozent sind dagegen, 2,4 Prozent machten keine Angabe. Im Falle eines Krieges, in dem Rumänien angegriffen würde, würden 48 Prozent der Befragten ihr Land verteidigen und kämpfen. 19,7 Prozent würden auswandern, 10,5 Prozent sich verstecken, bis der Krieg vorüber ist, und 4,7 Prozent würden versuchen, sich aus gesundheitlichen Gründen vom Militärdienst befreien zu lassen. Der Anteil der Nichtantworten liegt bei 10 Prozent.
Zwei rumänische Filme sind am Samstag beim renommierten Internationalen Filmfestival von Berlin ausgezeichnet worden. Der Film ‚Atlas of the Universe‘ – im Original ‚Atlasul universului‘ – unter der Regie von Paul Negoescu, eine Koproduktion zwischen Rumänien und Bulgarien, erhielt eine besondere Erwähnung der Jury in der Sektion Generation Kplus. Der Film erzählt die Geschichte eines zehnjährigen Jungen, der sich auf die Suche nach seinem verlorenen linken Schuh macht, und bietet dem jungen Publikum eine Erzählung über Mut, Freundschaft und Selbstentdeckung. In den Hauptrollen spielen Matei Donciu, Johanna Mild, Călin Petru, Sofia Marinescu und Marin Grigore. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Film ‚De capul nostru‘ unter der Regie von Tudor Cristian Jurgiu, eine rumänisch-italienische Koproduktion. Die Produktion erhielt den CICAE Art Cinema Award in der Sektion Forum. Der Preis, der von der Internationalen Konföderation der Arthouse-Kinos verliehen wird, würdigt das zeitgenössische Autorenkino und unterstützt den weltweiten Vertrieb in Arthouse-Kinos. ‚De capul nostru‘ erzählt die Geschichte einer Gruppe von Jugendlichen aus einer rumänischen Kleinstadt, deren Eltern im Ausland arbeiten. Ohne ausreichende Unterstützung und mit nur wenigen Perspektiven bauen sich die jungen Menschen ihre eigene Gemeinschaft auf und finden Halt bei anderen Kindern und Jugendlichen in ähnlichen Lebenssituationen. In den Hauptrollen sind Denisa Vraja, Vlad Furtună, Mara Diaconu Ducica, Sofia Vasiliu, Dominique Toma, Steliana Bălăcianu und Robert Radoveneanu zu sehen.
Im Iran kommt es erneut zu öffentlichen Protesten und zu offener Kritik an der Islamischen Republik. Anlass sind die 40-Tage-Gedenkveranstaltungen für die Todesopfer der Proteste vom Januar. Studierende mehrerer iranischer Universitäten organisierten regierungskritische Demonstrationen und gerieten dabei teilweise mit regimetreuen islamischen Freiwilligenmilizen aneinander. Nach Angaben von Nachrichtenagenturen sieht sich die Führung in Teheran weiterhin mit wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung konfrontiert und muss mit neuen Protestwellen rechnen. Hintergrund ist eine sich verschärfende Wirtschaftskrise. Die Demonstrationen im vergangenen Monat waren gewaltsam niedergeschlagen worden; zehntausende Menschen wurden festgenommen oder zu Verhören vorgeladen, berichten Menschenrechtsorganisationen im Iran. Unterdessen teilte das Außenministerium in Teheran mit, der Iran habe die See- und Luftstreitkräfte aller EU-Mitgliedstaaten als terroristische Organisationen eingestuft. Dies sei eine Reaktion auf die Entscheidung der Europäischen Union vom Donnerstag, die Revolutionsgarden auf die Terrorliste zu setzen. Die EU-Entscheidung zieht restriktive Maßnahmen im Rahmen ihres Anti-Terror-Sanktionsregimes nach sich, darunter das Einfrieren von Geldern sowie weiterer finanzieller Vermögenswerte und wirtschaftlicher Ressourcen der Revolutionsgarden in den Mitgliedstaaten. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen in Westasien in den vergangenen Tagen. Die Vereinigten Staaten haben ihre militärische Präsenz verstärkt und wiederholt mit möglichen Militärschlägen gegen den Iran gedroht.
Die rumänischen Leichtathleten haben am Samstag bei den Balkan-Hallenmeisterschaften in Belgrad insgesamt fünf Medaillen gewonnen – eine Gold-, drei Silber- und eine Bronzemedaille. Das teilte der Rumänische Leichtathletikverband auf seiner Facebook-Seite mit. Sorin Alexandru Voinea sicherte sich Gold über 400 Meter mit einer Zeit von 47 Sekunden und 12 Hundertstel. Silbermedaillen gingen an Federica Apostol im Hochsprung mit 1 Meter 87, an Andreea Elena Taloș im Dreisprung mit 13 Metern 96 sowie an Andrei Rareș Toader im Kugelstoßen mit 20 Metern und 2 Zentimetern. Zudem gewann die rumänische 4-mal-400-Meter-Staffel der Männer in der Besetzung Sorin Alexandru Voinea, Cristian Gabriel Voicu, Dragoș Ionuț Nastasă und David Ștefan Damian die Bronzemedaille mit einer Zeit von 3 Minuten, 12 Sekunden und 4 Hundertstel. Rumänien war bei den Titelkämpfen mit insgesamt 14 Athletinnen und Athleten vertreten – neun Männer und fünf Frauen.“
In ganz Rumänien steigen die Temperaturen, insbesondere in den außerkarpatischen Regionen. Der Himmel ist zeitweise bewölkt. Der Wind weht schwach bis mäßig. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 1 und 9 Grad Celsius. Am Mittag wurden in Bukarest 2 Grad Celsius gemessen.