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Krise im rumänischen Bildungswesen

In Rumänien begann das neue Schuljahr mit einer großen Protestaktion der Lehrer.

Marşul Educaţiei
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und , 09.09.2025, 13:17

Der erste Tag des neuen Schuljahres war in Bukarest von einer großen Protestaktion von Lehrern aus dem ganzen Land geprägt, die unzufrieden sind, dass die kürzlich von der Regierung beschlossenen Finanz- und Haushaltsmaßnahmen ihre Einkommen gekürzt haben und sich ihrer Meinung nach negativ auf das Bildungswesen auswirken werden. Mehrere tausend Lehrer aus dem ganzen Land nahmen am Montag am Bildungsmarsch teil, der vor dem Regierungsgebäude und der Präsidentschaft Halt machte.

Die Protestaktion endete ohne klares Ergebnis, obwohl Präsident Nicuşor Dan Vertreter der Bildungsgewerkschaften zu einer Diskussionsrunde eingeladen hatte. Während des Treffens forderten sie den Rücktritt des Bildungsministers Daniel David und die Aufhebung der Verordnung, die eine Erhöhung der Unterrichtsnorm, eine Senkung des Stundensatzes, die Zusammenlegung einiger Bildungseinrichtungen und eine Erhöhung der Schülerzahl in den Klassen vorsieht.

Die Lehrer sagen, dass diese Maßnahmen das Interesse am Bildungswesen sowohl bei Lehrern als auch bei Schülern verringern werden. Neben den Lehrern nahmen auch mehrere Gruppen von Studenten und Schülern an der Protestaktion teil, um sie zu unterstützen. Der Präsident entschied nicht über die Forderung der Gewerkschafter, den Bildungsminister zu entlassen, sondern bat sie um eine Frist von zwei Monaten bis zu einem neuen Treffen, bei dem die von der Regierung unter Ilie Bolojan vorgeschlagenen finanz- und haushaltspolitischen Maßnahmen bewertet werden sollen.

Nach dem Treffen erklärte der Präsident des Verbandes der freien Gewerkschaften im Bildungswesen, Simion Hăncescu, dass die Proteste sowohl durch Boykotte des Unterrichts durch Lehrer als auch durch Straßenkundgebungen fortgesetzt werden und auch ein Generalstreik nicht ausgeschlossen ist.

Simion Hăncescu: „In den kommenden Tagen werden wir den Protestkalender festlegen. Die Proteste werden also fortgesetzt, auch wenn uns ein Treffen in zwei Monaten versprochen wurde. Der Präsident könnte eingreifen und den Bildungsminister entlassen, um einen kleinen Schritt zur Entschärfung der Situation im voruniversitären Bereich zu machen. Aber bis dahin werden die Proteste sowohl vor dem Ministerium als auch vor der Regierung weitergehen.”

In einem Interview für Radio Romania sagte der Bildungsminister, dass diese Maßnahmen ergriffen wurden, um die Gehälter und Stipendien bis zum Ende des Jahres sicherzustellen.

Daniel David: „Lehrer arbeiten viel, sie müssen auch geschützt werden, aber das ist es, was ich ihnen zu sagen versuche: Lasst uns froh sein, dass dieser Minister, der zum Rücktritt aufgefordert wird, also ich, die finanz- und haushaltspolitischen Maßnahmen dennoch durch Bildungsvorschriften gefiltert hat, in dem Sinne, dass jede Maßnahme in einem westeuropäischen Land begründet werden kann. Durch diese Maßnahmen haben wir Gehälter und Stipendien bis zum Jahresende gesichert, es wurden keine festangestellten Personen entlassen, keine Gehälter gekürzt, und wir haben auch zur Stabilität des Landes beigetragen.“

Gleichzeitig versicherte der Minister, dass diese Maßnahmen die Probleme, die Rumänien im Bildungssystem hat, nicht verschärfen werden, sondern, so glaubt Daniel David, die Grundlage für die Entwicklung dieses Systems schaffen, nachdem das Land die finanzpolitische Krise überwunden hat.

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