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USA reduzieren Truppenpräsenz in Osteuropa – auch Rumänien betroffen

Die US-Armee verkleinert ihre Präsenz an der Ostflanke der NATO – auch Rumänien ist davon betroffen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums geht es jedoch nicht um einen Rückzug, sondern um eine planmäßige Anpassung. Rund 1.000 amerikanische Soldaten bleiben weiterhin im Land stationiert. Die Regierung in Bukarest betont, die Sicherheit Rumäniens und der Allianz sei nicht gefährdet.

Ionuț Moșteanu (foto: gov.ro)
Ionuț Moșteanu (foto: gov.ro)

und , 30.10.2025, 17:54

Schon zu Beginn des Jahres angekündigt, wird die Verkleinerung eines Teils der US-Truppen an der Ostflanke der NATO nun Realität – und betrifft auch Rumänien. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums geht es um die Beendigung der Rotation einer Brigade, die Einheiten in mehreren Mitgliedsstaaten stationiert hatte, unter anderem in Rumänien – auf der Basis Mihail Kogălniceanu in der Nähe des Schwarzen Meeres.

Wie Verteidigungsminister Ionuț Moșteanu betont, bedeutet das keine Schwächung der militärischen Präsenz der Vereinigten Staaten in Rumänien:

Es geht nicht um einen Abzug der US-Truppen, sondern um das Ende der Rotation einer Brigade, die in mehreren NATO-Staaten stationiert war – in Bulgarien, Rumänien, der Slowakei und in Ungarn. Etwa 1.000 amerikanische Soldaten bleiben weiterhin in Rumänien und tragen zur Abschreckung jeglicher Bedrohungen bei. Die strategischen Kapazitäten bleiben unverändert: Das Raketenabwehrsystem in Deveselu bleibt voll funktionsfähig, der Luftwaffenstützpunkt Câmpia Turzii bleibt ein zentraler Punkt für Luftoperationen und die Zusammenarbeit mit den Verbündeten, und die Basis Mihail Kogălniceanu wird weiter ausgebaut. An allen drei Standorten wird weiterhin die US-Flagge wehen. Auf der Basis Kogălniceanu bleibt zudem eine Luftkampfgruppe stationiert.

 Diese militärische Anpassung werde die Sicherheit Rumäniens und der gesamten östlichen Allianzflanke in keiner Weise beeinträchtigen, versicherte auch Präsident Nicușor Dan. Er betonte, dass die strategische Partnerschaft zwischen Rumänien und den Vereinigten Staaten unverändert bleibe und die gemeinsam entwickelte Infrastruktur in Deveselu, Câmpia Turzii und Kogălniceanu voll einsatzfähig bleibe. Die Abschreckung von Bedrohungen an der Ostflanke werde zudem durch eine deutliche Aufstockung der militärischen Ausrüstung und eine stärkere Präsenz europäischer Truppen – im Einvernehmen mit dem amerikanischen Partner – ausgeglichen.

Das Pentagon betonte seinerseits, dass es sich nicht um einen Rückzug aus Europa handele und auch kein Zeichen für eine Schwächung des US-Engagements gegenüber der NATO und dem Artikel 5 zur kollektiven Verteidigung sei.

Der US-Botschafter bei der NATO, Matthew Whitaker, erklärte, sein Land halte an seinen Verpflichtungen gegenüber Rumänien fest, das in den vergangenen Jahren gesteigerte Fähigkeiten und Verantwortungsbewusstsein gezeigt habe.

Kritik an der Entscheidung kam allerdings aus Washington selbst: Die republikanischen Vorsitzenden der Verteidigungsausschüsse im Senat und im Repräsentantenhaus unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung, in der sie meinen, die Maßnahme sende ein falsches Signal an Russland – just in dem Moment, in dem Präsident Trump Druck auf Wladimir Putin ausübt, um Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden in der Ukraine zu erreichen.

NATO-Vertreter betonen, dass Anpassungen der US-Streitkräfte nichts Ungewöhnliches seien – die amerikanische Präsenz in Europa sei weiterhin deutlich größer als in den vergangenen Jahren.

 

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