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Warnung bleibt bestehen: Hitzewelle klingt sehr langsam ab

Die Folgen der anhaltenden Dürre sind noch flächendeckend zu spüren: In mehr als 600 rumänischen Städten ist die Wasserversorgung aufgrund der Trockenheit eingeschränkt.

(foto: Tumisu/ pixabay.com)
(foto: Tumisu/ pixabay.com)

und , 27.08.2024, 15:45

Die Hitzewelle, die Rumänien seit Juni heimgesucht hat, wird in den meisten Teilen des Landes allmählich abklingen. Die Menschen werden sich von den hohen Temperaturen, dem extremen Unbehagen und den tropischen Nächten, die den größten Teil des Sommers geprägt haben, erholen können. Dennoch wird ein wärmeres Wetter als normal vorhergesagt, mit wenig Regen, wie Wetterexpertin Iris Răducanu berichtet.

„Im Laufe des Mittwochs wird sich die Hitzewelle in den westlichen Regionen fortsetzen, wo es weiterhin heiß sein wird, mit hohem Unbehagen und Höchstwerten von bis zu 35°C. Im Süden wird das Wetter allgemein unbeständig sein, mit Schauern, Gewittern und starkem Wind“.

Instabilität wird es auch im Südosten, lokal im Osten, in den Bergen und allgemein in der Mitte und im Norden geben. Wie wird der September nach drei heißen und trockenen Monaten aussehen – fragten wir die Wetterexpertin Iris Răducanu: „Die nächsten vier Wochen werden vor allem in den westlichen und südlichen Regionen wärmer sein als normal, und die Niederschläge werden gering ausfallen.“

Der Durchfluss der Donau am Eingang zu Rumänien beträgt etwas mehr als die Hälfte des mehrjährigen Durchschnitts und liegt in 42 der 120 überwachten Sektoren unter dem für die Deckung des Wasserbedarfs erforderlichen Minimum – so die rumänische Wasserverwaltung. Was die Flüsse im Landesinneren betrifft, so sind aufgrund der Hitzewelle und der ausbleibenden Niederschläge zwei Wasserläufe im Süden des Landes vollständig ausgetrocknet.

In mehr als 600 Städten des Landes, vor allem im Osten, ist die Wasserversorgung eingeschränkt. In fast 300 weiteren Städten, die nicht an das zentrale Wasserversorgungssystem angeschlossen sind, sind die Brunnen versiegt. In den Landkreisen Vâlcea (Süden) und Vaslui (Osten) kommt es zu Waldbränden. Allein in Vaslui brannten in den letzten Tagen rund 270 Hektar trockener Vegetation, und die Feuerwehr musste 25 Brände löschen. Sie appellierte an die Bevölkerung, sich der Lage bewusst zu werden: Brände in heißen und trockenen Perioden, die unkontrolliert oder bei starkem Wind entstehen, können die Gesundheit und sogar das Leben von Menschen und Tieren gefährden und erhebliche Sachschäden verursachen.

In der Landwirtschaft bereiten sich die Landwirte auf ein neues Erntejahr vor, doch die Dürre in diesem Sommer hat erhebliche Schäden verursacht. Das Ausmaß der Schäden in Rumänien könnte sogar Auswirkungen auf ganz Europa haben, warnen die von Reuters zitierten Analysten. Sie glauben zum Beispiel, dass Rumänien, das wegen der zahlreichen Dürren und Hitzewellen mit Frankreich um den Titel des größten Maiserzeugers der EU konkurriert, in diesem Jahr 30% weniger produzieren könnte. Es sei eine Herausforderung, Mais in einem Backofen anzubauen. Es ist eine der schwierigsten Saisons, die die rumänischen Landwirte je erlebt haben“, behauptete ein Experte. Das Landwirtschaftsministerium in Bukarest hat angekündigt, dass es zusätzlich zu den Entschädigungen die Abgaben für die Landwirte ab 1. September aussetzen will.

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