In Rumänien setzt sich eine Organisation seit Jahren dafür ein, dass Kinderbücher die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln. Die Asociația Cu Alte Cuvinte – auf Deutsch etwa „Mit anderen Worten“ – wurde 2016 von Gabriela Nenciu und Cris Pîrvu gegründet und hat inzwischen zahlreiche Projekte realisiert, die Kindern und Erwachsenen die Kultur und Geschichte der Roma näherbringen. Ihr mehrfach ausgezeichnetes Projekt „Bare Rroma“ – was in der Sprache der Roma „große“ oder „bedeutende Menschen“ heißt – wurde in diesem Jahr mit dem Kulturpreis von Radio România in der Kategorie Bildung geehrt.
In Rumänien wächst seit Jahren eine Gemeinschaft von Naturbegeisterten, die mit Fernglas und Handy dazu beitragen, das Wissen über die Vogelwelt zu erweitern. Ihr Werkzeug heißt Ornitodata – eine Plattform, die inzwischen zwei Millionen Vogelbeobachtungen zählt und zu den wichtigsten Quellen für den Naturschutz geworden ist. Wie aus einer kleinen Idee ein digitales Erfolgsprojekt wurde – und warum es ohne Freiwillige nicht funktionieren würde – erfahren wir von Cristian Domșa von der Rumänischen Ornithologischen Gesellschaft.
Die US-Armee verkleinert ihre Präsenz an der Ostflanke der NATO – auch Rumänien ist davon betroffen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums geht es jedoch nicht um einen Rückzug, sondern um eine planmäßige Anpassung. Rund 1.000 amerikanische Soldaten bleiben weiterhin im Land stationiert. Die Regierung in Bukarest betont, die Sicherheit Rumäniens und der Allianz sei nicht gefährdet.
In Rumänien geht der Streit um die Sonderrenten für Richter und Staatsanwälte in die nächste Runde. Die Regierungsparteien ringen seit Wochen um eine Reform – und riskieren dabei sogar Geld aus Brüssel.
Mit dem Krieg in der benachbarten Ukraine steht auch für Rumänien die Frage der Verteidigung ganz oben auf der politischen Agenda. Zum Tag der rumänischen Streitkräfte haben Präsident Nicușor Dan, Premierminister Ilie Bolojan und Verteidigungsminister Ionuț Moșteanu die Bedeutung einer modernen, gut ausgestatteten Armee betont – und neue Investitionen angekündigt.
In Rumänien sorgt erneut ein Streit innerhalb der Regierungskoalition für Schlagzeilen. Anlass ist ein Urteil des Verfassungsgerichts, das eine von Premier Ilie Bolojan initiierte Reform der Sonderrenten für Richter gekippt hat. Der Konflikt legt alte Gegensätze zwischen den Regierungsparteien offen – und wirft ein Schlaglicht auf die brüchige Stabilität des Bündnisses in Bukarest.
In Bukarest steht die Hauptstadtwahl bevor – nach monatelangen Diskussionen hat sich die Regierungskoalition endlich auf einen Termin geeinigt. Fünf Monate lang war das Amt des Generalbürgermeisters unbesetzt. Nun ist klar, wann die Bürgerinnen und Bürger der Hauptstadt erneut an die Urnen gerufen werden.
Bei ihrem Treffen am NATO-Hauptquartier in Brüssel haben die Verteidigungsminister der Mitgliedstaaten über die Sicherheit an der Ostflanke des Bündnisses beraten – ein Thema, das angesichts der anhaltenden russischen Aggression in der Ukraine immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Nach mehr als zwei Jahren Krieg und Leid scheint im Gazastreifen ein zarter Hoffnungsschimmer aufzutauchen. Israel und die Hamas haben sich auf eine Waffenruhe geeinigt – und erstmals seit Langem herrscht Stille über der zerstörten Enklave. Doch der Preis des Friedens ist hoch.
Die Parlamentswahlen im September in der Republik Moldau galten als entscheidender Test für die Zukunft des Landes: Bleibt der Kurs klar proeuropäisch – oder folgt eine Rückkehr in den Einflussbereich Russlands? Das Ergebnis war eindeutig.
In Washington hat Rumäniens Außenministerin Oana Țoiu ihren amerikanischen Amtskollegen Marco Rubio getroffen. Bei dem Gespräch ging es um die Vertiefung der strategischen Partnerschaft zwischen Bukarest und Washington – von der Sicherheit an der NATO-Ostflanke bis zur Zusammenarbeit in Wirtschaft und Energie.
Ab dem 1. Januar 2026 übernimmt Rumänien die turnusmäßige Präsidentschaft der Zentraleuropäischen Initiative – kurz ZEI. Das regionale Kooperationsforum bringt EU-Mitglieder und Nicht-EU-Staaten aus Mittel- und Südosteuropa an einen Tisch.
Ein früher Wintereinbruch hat Rumänien in den vergangenen Tagen fest im Griff gehabt. Heftiger Regen, Sturm und Kälte haben vor allem im Süden des Landes große Schäden angerichtet. Inzwischen warnen die Meteorologen erneut vor schlechtem Wetter – mit Regen, Wind und sogar Schnee in den Bergen.
Die Staats- und Regierungschefs Europas haben in Kopenhagen über zwei Tage hinweg intensiv beraten – beim Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft und dem informellen EU-Gipfel. Im Mittelpunkt: der Krieg in der Ukraine, die europäische Sicherheit und neue Bedrohungen wie Drohnenangriffe oder gezielte Desinformation. Doch die Gespräche waren auch geprägt von Blockaden aus Budapest.
Die rumänische Regierung hat den Haushalt nachgebessert – mit einem höheren Defizitziel und klaren Prioritäten. Vor allem Renten, Gehälter und Sozialausgaben sollen gesichert werden, aber auch der nationale Aufbau- und Resilienzplan bekommt frisches Geld.