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Monate ohne Stadtoberhaupt: Bukarest wählt im Dezember

In Bukarest steht die Hauptstadtwahl bevor – nach monatelangen Diskussionen hat sich die Regierungskoalition endlich auf einen Termin geeinigt. Fünf Monate lang war das Amt des Generalbürgermeisters unbesetzt. Nun ist klar, wann die Bürgerinnen und Bürger der Hauptstadt erneut an die Urnen gerufen werden.

Foto: Element5 Digital / unsplash.com
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und , 22.10.2025, 11:36

Monatelang war die Regierungskoalition aus PSD, PNL, USR und UDMR fast ausschließlich mit der Steuer- und Haushaltsreform beschäftigt – die Frage nach den Bürgermeisterwahlen in Bukarest blieb dabei weitgehend unbeachtet. Das Amt des Generalbürgermeisters ist seit fünf Monaten vakant: Der parteilose Nicușor Dan, der im Juni vergangenen Jahres wiedergewählt worden war, wurde im Mai dieses Jahres zum Staatspräsidenten gewählt.

Am Dienstag hat die Koalition nun endlich einen Wahltermin festgelegt: Die Hauptstadtwahl findet am 7. Dezember statt, wie PNL-Vizechef Ciprian Ciucu bekannt gab. Zugleich einigten sich die Parteien darauf, jeweils eigene Kandidaten aufzustellen.

Die PSD hatte wiederholt gewarnt, dass ein mögliches Wahlbündnis zwischen PNL und USR – an sich naheliegend, da es der mehrheitlich bürgerlich-liberalen Wählerschaft in Bukarest entspricht – die ohnehin fragile Koalition sprengen könnte. Außerdem soll sich laut Koalitionsbeschluss kein Kandidat zugunsten eines anderen zurückziehen – eine Regelung, die vor allem der PSD nutzt. Denn ein Rückzug von PNL- oder USR-Seite würde dem jeweils anderen Bewerber eine bessere Ausgangsposition verschaffen.

Nach geltendem Recht – das viele kritisieren, aber niemand ändert – wird der Bürgermeister in nur einem Wahlgang bestimmt. Das sorgt regelmäßig für einen Mangel an Repräsentativität.

Die Koalitionsparteien haben sich außerdem darauf verständigt, im Wahlkampf auf persönliche Angriffe zu verzichten – doch die rumänische Politik kennt kaum positive Kampagnen.

Offiziell hat bislang nur die USR ihren Kandidaten nominiert: den Abgeordneten und ehemaligen Parteichef Cătălin Drulă. Auch Ciprian Ciucu, derzeit geschätzter Bezirksbürgermeister, gilt als aussichtsreicher Kandidat der PNL, wartet aber noch auf die endgültige Entscheidung seiner Partei. Bei der PSD ist die Wahl ebenfalls offen, doch vieles spricht für den Bezirksbürgermeister Daniel Băluță.

Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts CURS käme Băluță derzeit auf 25 Prozent der Stimmen. Drulă und Ciucu liegen mit jeweils 18 Prozent gleichauf. Die Erhebung wurde zwischen dem 8. und 17. Oktober unter 1.072 Befragten in Bukarest durchgeführt – mit einer Fehlermarge von plus/minus drei Prozent.

Bukarest steht vor großen Herausforderungen – von der Fernwärme über den Verkehr bis hin zur Erdbebensicherheit alter Gebäude und der Luftverschmutzung. Ein zentrales Problem bleibt der Haushalt.

Bei einem von Nicușor Dan initiierten Referendum im vergangenen November, das parallel zur annullierten ersten Runde der Präsidentschaftswahl stattfand, sprachen sich die Bukarester dafür aus, dass die Verteilung der kommunalen Steuern und Abgaben künftig vom Stadtrat genehmigt wird. Außerdem votierten sie dafür, dem Generalbürgermeister die alleinige Zuständigkeit für Baugenehmigungen im gesamten Stadtgebiet zu übertragen. Das Ergebnis wurde bislang allerdings nicht gesetzlich umgesetzt.

Bis Dezember dürfte der Wahlkampf in der Hauptstadt an Fahrt gewinnen – und zeigen, wie stabil die Regierungskoalition tatsächlich ist.

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