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Warum Rutte jetzt Osteuropa besucht

Inmitten des anhaltenden Kriegs in der Ukraine hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte mehrere strategisch wichtige Orte in Osteuropa besucht. Ziel: Solidarität zeigen – und die Zusammenarbeit mit Partnerstaaten in der Region stärken.

Mark Rutte e Volodymyr Zelensky (foto: facebook.com/ NATO)
Mark Rutte e Volodymyr Zelensky (foto: facebook.com/ NATO)

und , 16.04.2025, 13:18

NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat am Dienstag überraschend die Hafenstadt Odessa im Süden der Ukraine besucht – ein strategisch wichtiger Ort, der stark vom Krieg gezeichnet ist. Sein Besuch kam nur zwei Tage nach den blutigen russischen Angriffen auf die Stadt Sumy. Rutte wollte damit ein Zeichen setzen: der Ukraine Mut machen – und ihr die Unterstützung der freien Welt zusichern. Mit Blick auf die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um einen umfassenden Waffenstillstand sagte Rutte, das sei „nicht einfach“. Er verurteilte die russischen Angriffe auf Zivilisten scharf – wörtlich nannte er sie „schrecklich“.

„Diese Gespräche sind nicht einfach – vor allem nach dieser schrecklichen Gewalt. Aber wir unterstützen alle Bemühungen von Präsident Trump für den Frieden“, sagte NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Er betonte, die NATO stehe fest an der Seite der Ukraine: „Das ukrainische Volk hat so viel ertragen – nicht zuletzt den Anschlag in Sumy am Palmsonntag. Unsere Unterstützung ist unerschütterlich. Wir helfen der Ukraine, sich heute zu verteidigen – und künftige Angriffe abzuwehren. Für einen gerechten und dauerhaften Frieden.“ Diese Worte veröffentlichte Rutte auf der Plattform X.

Bei einem russischen Doppelangriff auf die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine waren Dutzende Zivilisten getötet worden. Rund 100 Menschen wurden verletzt. Nach dem Angriff forderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dringend mehr Luftabwehrsysteme zum Schutz seiner Städte. Außerdem rief er den Westen dazu auf, ein internationales Militärkontingent in der Ukraine vorzubereiten – schnell und wirkungsvoll. NATO-Generalsekretär Mark Rutte betonte unterdessen in einem Interview mit einem ukrainischen Sender: Der NATO-Beschluss vom Washingtoner Gipfel 2024 bleibe bestehen – der Weg der Ukraine zur Mitgliedschaft sei unumkehrbar.

Nach seinem Besuch in Odessa reiste NATO-Generalsekretär Mark Rutte weiter nach Chișinău. Dort traf er die moldauische Präsidentin Maia Sandu. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die sicherheitspolitische Lage in der Region, der Einsatz für Frieden in der Ukraine – und die Zusammenarbeit zwischen der Moldau und der NATO. Grundlage dafür ist das neue individuelle Partnerschaftsprogramm, das die moldauische Regierung im Januar 2025 verabschiedet hat.

Die Republik Moldau arbeitet seit über 30 Jahren mit der NATO zusammen – im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden. Diese Zusammenarbeit respektiert den neutralen Status des Landes und trägt dazu bei, die Sicherheit der Bevölkerung zu stärken. Laut Präsidialamt hat die Unterstützung durch die NATO der Moldau geholfen, ihre Fähigkeiten in der Krisenprävention und -bewältigung auszubauen, ihre Verteidigungsstrukturen zu modernisieren – und den Informations- und Cyberraum besser zu schützen.

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